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27.04.2017 21:07
   

Global Dienen: Besucher aus Kenia in der Andreasgemeinde

Von Anfang April bis Ostermontag waren 8 Besucher von unserer Partnergemeinde Nairobi Chapel bei uns in Niederhöchstadt zu Gast. Hauptanlass war die Veranstaltung JAT vom 7. bis 13. April in unserer Gemeinde, woran 6 kenianische Jugendliche (s. Bild) teilgenommen haben; sie wurden begleitet von Jugendpastorin Marion Maina. Die 6 Jugendlichen waren Teil der begeisterten jungen Christen, die hier bei uns in der Gemeinde unserem Gott nahe gekommen sind, gemeinsame Projekte durchgezogen und Begegnung untereinander erlebt haben.

Paul, Davina, Victor, Immaculate, Eva, Abednego, Paul, Sharon, Davina, Marion, Georg (von links)

Die kenianischen Besucher wurden in Familien aus der Andreasgemeinde aufgenommen und haben deutschen Alltag aus erster Hand erlebt; und auch die Gastgeber haben von ihren Besucher lernen können. Vor und nach den JAT haben wir mit unseren Besuchern Ausflüge unternommen sowie zusammen gegrillt, gefeiert und auch „nur“ geredet. Unsere Besucher haben sich an zahlreichen Gemeindeveranstaltungen (Gottesdiensten, Passionsandachten u. ä.) beteiligt und so an unserem geistlichen und karitativen Gemeindeleben teilgenommen.

Nicht zuletzt war auch das Patenschaftsprogramm Jubilee, das demnächst „Logos“ heißen wird, Bestandteil des Besuchsprogramms, denn nicht nur dessen Leiter,  Victor Mbugua, war unser Gast, sondern auch 3 der von uns geförderten Jugendlichen waren Teil der kenianischen Jugenddelegation bei den JAT. Das Jubilee-Programm ist ein Stipendienprogramm für Slumkinder, Waisen und andere arme Kinder in Kenia zum Besuch einer Highschool, an dem wir uns derzeit mit jährlich 23.000 € für 66 Patenschaften beteiligen. Die Kosten teilen sich deutsche und kenianische Patinnen und Paten je zur Hälfte.  

Am 8.04.2017 haben wir eine Informationsveranstaltung zum Stand unserer Patenschaftspartnerschaft mit Victor Mbugua und den 3 mitgereisten Jubilee-Stipendiaten durchgeführt und auch vor dem Lions Club, der die Arbeit seit Jahren ebenfalls großzügig unterstützt, hat Victor das Programm vorgestellt. Er hat sehr eindrücklich über Erfolge und Herausforderungen des Programms berichtet, wo Kenianer für ihre bedürftigen Mitbürger unmittelbar Verantwortung übernehmen und bisher knapp 1000 armen Jugendlichen seit 2008 den Schulabschluss ermöglicht haben (Hintergrundinfos gibt es in der   NC-Broschüre „Logos – Educating for Life and Eternity“)

Das Programm wird von NC immer weiter entwickelt; zuletzt indem auch eine Förderung von Universitätsausbildung nach dem Highschool-Abschluss angeboten wird. Victor hat aber durchaus auch auf Schwierigkeiten aufmerksam gemacht und auch kritische Fragen der Teilnehmer offen beantwortet. So ist die Tatsache, dass Nairobi Chapel die Verwaltungskosten von Jubilee vollständig trägt, ein Grund dafür, dass die Personalsituation in seiner Abteilung schwierig ist und somit aktuelle Einzelberichte zur Situation der Jugendlichen verspätet sind. Auch sind nur einige kenianische Paten bereit, direkt Verantwortung für eine 4-jährige Patenschaft zu übernehmen, sondern beschränken sich lieber auf Spenden, die in einem großen Spendentopf gesammelt werden. Dadurch sind unsere Hoffnungen auf direkte Beziehungen zwischen den Paten hier und dort eher nur in Einzelfällen erfüllt worden.

Dennoch ist Jubilee eine wirkliche Erfolgsgeschichte, sowohl aus unserer Sicht hier, als auch aus Sicht von Nairobi Chapel. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam mit Nairobi Chapel Lösungen finden und haben dies mit unseren kenianischen Besuchern intensiv gemacht, z. B. wenn sich Erwartungen nicht immer ganz erfüllen, Herangehensweisen sich unterscheiden, ohne dass man das vorher merkt, und Weiterentwicklungen sinnvoll und erforderlich sind. Übrigens, Ende 2017 werden die ersten 50 aus Niederhöchstadt mitfinanzierten Jubilee-Schüler ihren Highschool-Abschluss ablegen. Das ist ein Anlass, sich zu freuen und ein bisschen stolz zu sein.

Wie wir schon bei unserem Resümee zu 5 Jahren Global Dienen im März im Kirchenvorstand feststellen konnten, ist die Möglichkeit zur Bereicherung durch Begegnung das herausragende Element unserer globalen Partnerschaft mit Nairobi Chapel. Das ist bei diesem Besuch wieder bestätigt worden. Dabei geht es nicht um das Treffen von Kenianern und Deutschen, sondern Menschen begegnen einander, wenn auch mit z. T. deutlich unterschiedlichem Hintergrund. Und besonders auch das Verbindende durch Christus wird spürbar. Das macht unsere Partnerschaft so wichtig und ist auch der wesentliche Grund dafür, die Partnerschaft mit Nairobi Chapel vom Kirchenvorstand im März d. J. um weitere 5 Jahre zu verlängern und dabei insbesondere auch solche Besuche hier und dort regelmäßig durchzuführen; übrigens, ist für 2018 ist ein Besuch in Kenia in Vorbereitung.

Von: Herbert Voigt