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07.02.2018 11:48
   

Pastor's Heart von Fabian J. Witmer

Was eine Reise nach Israel mit unserer Aufgabe als Gemeinde zu tun hat, für andere da zu sein - darüber schreibt unser pastoraler Leiter Fabian J. Witmer in diesem Pastor's Heart.

Liebe Gemeinde,

vor zwei Wochen hatte ich das Vorrecht, an einer Pastorenkonferenz in Jerusalem teilzunehmen. – Eine gute Gelegenheit, um selbst mal aufzutanken. – Vor Ort waren ca. 150 Pastoren und Leiter aus über 30 Ländern. Eine geniale Möglichkeit die Einheit und Vielfalt in Christus an dem Ort zu erleben, wo alles begann. Neben vielen geistlichen Impulsen und Inspiration u.a. von arabischen Christen, Juden und Messianischen Juden, stand auch ein Besuch in der Knesset an (Israelisches Parlament), wo wir drei Abgeordnete trafen. – Dieser Besuch war sehr informativ, inspirativ und segensreich. (Dies war nach 2011 mein zweites Mal in Israel.)

Umso erwartungsvoller war meine Rückkehr am Freitag vor dem Andreastag. Welche Konsequenzen würde dieses Highlight für mich im Alltage haben? Interessanterweise griff Karsten in der Predigt manche der Gedanken auf, die mir in Israel wichtig geworden sind: Als Gemeinde sind wir nicht für uns selbst da. Es geht nicht darum, sich um sich selbst zu kreisen und sich wie in einem gemütlichen Wohlfühlverein zu vergnügen. Als Kirche haben wir eine (v.a. geistliche) Verantwortung für unsere Umwelt: Wir sind von Jesus dazu berufen, eine Lebensrettungsgesellschaft zu sein; Menschen zum Glauben einzuladen. Karsten sagte zu Recht: „Die Kirche ist die erste Organisation gewesen, die für das Wohl von Nicht-Mitgliedern gegründet wurde. Die Gemeinde Jesu ist für die da, die ihr noch nicht angehören.“

Mich macht der Gedanke betroffen, dass Jesus so oft sagt, dass es Menschen geben wird, die in der Ewigkeit an Gott vorübergehen werden. Die – warum auch immer – das Ewige Leben nicht erlangen wollen oder werden. Und mich macht betroffen, dass Jesus diesen Weg zu diesem Ewigen Leben aufzeigt, wir aber – warum auch immer – oft so leben, als hätte er alle diese Dinge nie gesagt.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir uns als Gemeinde in manchen Nichtigkeiten verstricken und manche die Kirche als Ort der Selbstverwirklichung sehen. Da tut es immer wieder gut, sich auf das Wesentliche auszurichten. Dies haben wir am Andreastag in und nach dem Gottesdienst (in der Gemeindeversammlung) gemacht. Wir haben uns durch die Vision 2030 herausfordern lassen. Wir haben gehört: Wir sind auf einem guten Weg. Aber ebenso: Es gibt noch ganz viel zu tun bis dahin.

Ich durfte die Finanzen präsentieren und freue mich sehr, dass Menschen im Jahr 2017 mehr Geld zusammengelegt haben, als je zuvor: über 300.000 € in Spenden und Kollekten (von denen wir übrigens mehr als 10% weitergeben an EKD, Diakonie, missionarische Arbeit, usw.). Einen herzlichen Dank an alle Spender! Und dennoch brauchen wir in den nächsten Jahren nicht weniger, denn konkrete Stellen kosten konkretes Geld. – Ich habe großes Verständnis, wenn Menschen nicht nur an ihre Gemeinde spenden möchten. Doch bleibt folgende Frage: Wenn wir, die wir hier verwurzelt sind, nicht bereit sind für unseren Ort und Region zu spenden (denn: dieses Geld ist ja nicht dazu da, dass wir uns bereichern), wer dann? – Es gibt alleine in Niederhöchstadt so viele Menschen, die das Evangelium noch nicht erreicht hat. Wer soll es ihnen bringen, wenn nicht wir?

Dafür brauchen wir zweierlei: 1. Eine Änderung unserer Einstellung: Die Bereitschaft, die Frohe Botschaft weiterzugeben – in dem Umfeld, in dem wir uns befinden. Und eine Bereitschaft, sich für die Frohe Botschaft einzusetzen (z.B. im Rahmen der Vision 2030). 2. Die Ressourcen, um möglichst viele Angebote zu machen, die die Einladung zum Evangelium unterstreichen, und Menschen für einen vollzeitlichen Dienst im Reich Gottes freisetzen.

Euer

Fabian J. Witmer