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10.04.2018 22:52
   

Pastor's Heart von Pfarrer Karsten Böhm

Letzte Woche saß ich mit einigen klugen Marketing-Typen zusammen und wir diskutierten über den Kern der Andreasgemeinde und die Frage, was die Andreasgemeinde so einzigartig mache.

Was macht die Andreasgemeinde für dich einzigartig? Was unterscheidet sie von den zahlreichen anderen Kirchengemeinden in der Nähe und der Ferne?

Es gibt viel, was der Andreasgemeinde an Besonderem zugeschrieben wird: die Vielfalt, die vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, GoSpecial, die Demenzarbeit, Großprojekte wie Yehuda oder JustGo und und und…

Für mich ist der entscheidende Kern unser trinitarischer Glaube, der sich nicht nur in liturgischen Kernsätzen wie „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ ausdrückt, sondern tatsächlich konkret geglaubt, gelebt und manchmal auch ausgehalten wird:

Wir haben den Traum, dass Gott eine Kirche baut,

in der Menschen leidenschaftlich trinitarisch GLAUBEN, indem sie

durch Gott, den Vater, geliebt und befreit,

durch Jesus berührt und herausgefordert,

und durch den Heiligen Geist begeistert und heil werden.

 

Das ist nicht immer leicht und einfach, aber ungemein bereichernd. Ein Beispiel: letzte Woche hat Fabian in seiner Pastor’s Heart davon gesprochen, dass er die Judenmission befürwortet. Ich sehe das nicht nur anders, sondern bin gegensätzlicher Meinung. Ich lehne die Judenmission ab und sehe die uneingeschränkte bleibende Erwählung Israels und Gottes Bund mit ihnen - wie es übrigens auch im Grundartikel unserer Landeskirche steht. Statt aber dieses „heiße Eisen“ totzuschweigen halten wir solche theologischen Spannungen in unserer trinitarischen Gemeinde aus, hören auf die Meinung und Argumente der anderen und sehen sie als Bereicherung für unseren eigenen Glauben. Im Austausch mit Fabian erfahre ich, welche Argumente er für die Judenmission hat und dies erweitert meinen eigenen Horizont, so wie Fabian durch meine Position lernt und ins Nachdenken kommt.

Gott hat sich schließlich aus gutem Grund in dreifacher Weise offenbart, denn Gott ist nicht eindimensional, sondern zeigt sich immer wieder als „der ganz andere“, wie es der Theologe Karl Barth ausdrückte. Erst der trinitarische Gott ermöglicht allumfassende Gotteserfahrungen.

In diesem Sinne bin ich froh, dass wir „Durch G.N.A.D.E. im Glauben, Leben, Handeln W.A.C.H.S.E.N.“

Herzlichst, Euer Karsten.