Das Thema Demenz erhält aufgrund der demografischen Entwicklung und der vorhandenen gesellschaftlichen und familiären Strukturen eine zunehmende Brisanz. Wir haben uns im Zuge unseres diakonischen Auftrages als Kirchengemeinde dieser gesamtgesellschaftlichen Verantwortung angenommen und eine Vielzahl an Gruppen- und Individualangebote für Menschen mit Demenz und für pflegende Angehörige eingerichtet. Mit unserer Projektarbeit, die zur gemeinsamen Teilnahme von gesunden und demenzerkrankten Seniorinnen und Senioren einlädt, schaffen wir die Möglichkeit des Abbaus von Berührungsängsten und wirken der sozialen Ausgrenzung und Stigmatisierung demenzkranker Menschen entgegen.

Die Teilnehmer an der Gruppe treffen sich an jedem Montag von 14.30 bis 17.00 Uhr in der Andreasgemeinde. Mit der Einrichtung dieser Gruppe werden zwei Ziele verfolgt: Bei den Demenzerkrankten sollen die vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben angeregt werden. Für die pflegenden Angehörigen ist dies eine Zeit der Atempause.

Dieses Angebot der individuellen Einzelbetreuung kann nach Bedarf angefragt werden. Es richtet sich an pflegende Angehörige, die Entlastung und Zeit für eigene Aktivitäten benötigen. Die Erkrankten erfahren durch die Einsätze der ehrenamtlichen BetreuerInnen wertschätzende Nähe und gezielte Förderung ihrer Potentiale.

In den Gesprächskreisen treffen sich Menschen, die ihre an Demenz erkrankten Partner oder Eltern zu Hause begleiten und pflegen. Häufig sind sie einem enormen Druck und Mehrfachbelastungen ausgesetzt. Die Zusammenkünfte in den Gesprächskreisen bieten den Teilnehmern die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches mit Menschen, die sich in einer ähnlichen Lage befinden.

Aktuell bietet die Andreasgemeinde zwei Kreise an:
Einen Gesprächskreis für pflegende Partner und einen Gesprächskreis für Kinder pflegebedürftiger Eltern. Beide Gruppen treffen sich an jedem ersten Mittwoch im Monat im alten Pfarrhaus. Die erste Gruppe von 10.00 bis 11.30 Uhr und die zweite Gruppe von 18.30 bis 20.00 Uhr.
Kontakt:

Dr. Cornelia Köstlin-Göbel

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Ein weiterer Gesprächskreis für pflegende Angehörige findet an jedem 1. Dienstag im Monat von 10.00 bis 11.30 Uhr im Gemeindezentrum der Ev. Kirchengemeinde Sulzbach, Platz an der Linde 4, Sulzbach, statt.
Kontakt:

Dr. Waltraud Kraft

Leitung des Senioren- und Demenzbereichs

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Einmal wöchentlich bietet Waltraud Kraft eine offene Sprechstunde zum Thema Demenz an. Sie findet jeden Montag von 11:00 bis 12:00 Uhr oder nach Vereinbarung im Büro im 7. Himmel statt. Um eine Voranmeldung wird gebeten.

Kontakt:

Dr. Waltraud Kraft

Leitung des Senioren- und Demenzbereichs

Waltraud Kraft ist verantwortlich für die Senioren- und Demenzarbeit in unserer Gemeinde. Die 1959 geborene Österreicherin ist verheiratet und hat zwei Töchter. Vor der Geburt ihrer Kinder arbeitete sie 15 Jahre in der Hotellerie und Unternehmensberatung. Während der Kinderbetreuungszeit engagierte sie sich viele Jahre ehrenamtlich auf einer Palliativstation in Frankfurt und in einem Seniorenheim ihres Wohnortes Bad Soden.
Um ihre praktischen Erfahrungen im sozialen Bereich durch ein theoretisches Wissen zu ergänzen, absolvierte sie von 2007 bis 2011 ein Magisterstudium der Philosophie, Theologie und Psychologie. Als Studienschwerpunkte hat sie die Bereiche der Individual- und Sozialethik sowie die entwicklungspsychologischen Aspekte des Alterns gewählt. Von 2011 bis 2013 absolvierte sie ein berufsbegleitendes Studium zur Gerontologin an der Hochschule Mannheim.
Waltraud Kraft hat an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar zum Thema Demenz und Spiritualität promoviert.

Theaterspiel mit demenzkranken Menschen? Papperlapapp! Die können sich doch nicht einmal daran erinnern, was sie vor drei Minuten gesagt haben! Mag sein. Wir machen uns das Vergessen für die theaterpädagogische Arbeit mit demenzkranken Menschen zu Nutze. Durch das Vergessen gesellschaftlicher Konventionen und Erwartungen erschließt sich für Menschen mit einer Demenz ein kreatives Potential ungeahnten Ausmaßes. Spiel, Spaß, Spontanität, und die Erfahrung, wieder Bedeutung für andere zu haben, das sind die Ingredienzien, aus denen unsere neue Theatergruppe besteht. Kommen Sie mit Ihrem demenzerkrankten Partner/Ihrer Partnerin/Vater/Mutter dazu, und erleben Sie neue Momente der Zweisamkeit und Kreativität.

Bereits seit vielen Jahren erleben Timo Becker, Theaterpädagoge, und Waltraud Kraft, Gerontologin, die heilsame Wirkung des kreativen Ausdrucks. Diese Erfahrung möchten sie  in der Gruppe Theater trifft Demenz an jedem Mittwochnachmittag von 15.00 bis 17.00 Uhr an alle theaterbegeisterten Menschen mit und ohne Demenz weitergeben.

Die wöchentlichen Treffen finden in der Ev. Andreasgemeinde, Langer Weg 2, Eschborn, statt. Anmeldungen bei:

Dr. Waltraud Kraft

Leitung des Senioren- und Demenzbereichs

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Tanzen ist die Kunst, wo die Beine denken, sie seien der Kopf.
Stanislav Jerzy Lec

Diese Kunst wollen wir mit dem Projekt Wir tanzen wieder für Seniorinnen und Senioren - mit und ohne Demenzerkrankung - erlebbar machen. Menschen mit Demenz zum Tanzen zu bringen, ist nichts Neues. In der Regel finden Tanzveranstaltungen für demenzkranke Menschen aber in Seniorenzentren oder Räumen der Kirchengemeinden statt. „Wir tanzen wieder!“ hingegen bringt Menschen dorthin zurück, wo das Tanzen für viele Seniorinnen und Senioren hingehört: In die Tanzschule. Spaß, Freude, Geselligkeit und Lebensfreude stehen im Zentrum der Veranstaltungen.

Initiator, Ideengeber und Leiter der Initiative ist Stefan Kleinstück. Zusammen mit seinem Partner, Hans-Georg Stallnig (Tanzschule in Köln), wurde das Konzept „Wir tanzen wieder!“ erstmals im Jahr 2007 umgesetzt. Seit 2015 setzt die Andreasgemeinde das Konzept „Wir tanzen wieder!“ erstmalig in Hessen um. Die Veranstaltungen finden einmal monatlich in der Tanzschule Tanz.Punkt Axel Hurow, Kölner Straße 10, Eschborn, von 15.00 bis 16.30 Uhr unter professioneller Leitung (Tanzlehrer und Demenzbegleiterinnen) statt. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.wir-tanzen-wieder.de, Termine immer in unserem Terminkalender.

Weitere Informationen zum Download:

Wir tanzen wieder! ist eine eingetragene Wort-Bild-Marke der Alexianer Köln. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Stadt Eschborn.

Musik tut gut. Sie berührt uns, schafft Verbindungen und macht das Leben lebendig! Aus diesem Grund bieten die Andreasgemeinde und die Musikschule Taunus jede Woche die Möglichkeit, Musik zu erleben. Dienstags von 14:30h bis 16:00h wird gemeinsam gesungen, musiziert oder einfach nur Musik gehört.

Der Kurs wird von der Sängerin und Gesangslehrerin Annette Kohler geleitet. Die ersten neun Monate fasst sie wie folgt zusammen:

Musik trifft Demenz bedeutet: Sich von Musik inspirieren, geistig-seelisch berühren und (soweit möglich) auch körperlich bewegen lassen.

Musik schafft unmittelbar einen Erfahrungsraum voller Assoziationen, Erinnerungen, Gefühle. Egal, ob wir z.B. einen Satz aus einer Mozart-Sinfonie hören oder ein schlichtes Volkslied singen, ob wir zu einem Schlager schmettern oder zum Radetzky-Marsch klatschen.

Musik verwandelt uns: Wir gehen aus der Gruppe anders hinaus als wir gestartet sind. Die Erfahrungen zeigen, dass wir uns meistens „besser“ fühlen: von lebendiger, belebter, angeregter, froher bis hin zu besänftigter, ruhiger, gesammelter, zuversichtlicher.

Musik schafft Begegnung: Die Gruppe ist so lebendig und anregend wie ihre Teilnehmer. Als Leiterin schaffe ich einen abwechslungsreichen Rahmen mit Wiedererkennungswert (!), daneben bringen die Teilnehmer ihre Persönlichkeit, Wünsche und Bedürfnisse ein, die ich gerne in den Ablauf miteinbeziehe. Dazu müssen wir uns kennenlernen und dann kann viel wachsen. Ein Beispiel: Herr B. war mit seiner Frau in der Oper „Xerxes“ von Händel, hörte das bekannte „Largo“. Es stellte sich heraus, dass nicht nur er, sondern auch andere Teilnehmer Assoziationen und Begebenheiten mit diesem Stück verbinden. Was liegt also näher, als dieses wunderbare Stück zusammen zu hören und zu singen, vielleicht zum 1. Mal im Leben auf italienisch zu singen, und wenn das nicht geht, dabei vielleicht sogar eine andere (Phantasie-)Sprache entsteht - umso besser...!

Musik macht aus Menschen Brüder und Schwestern: Das wusste nicht nur Beethoven, sondern ist bei Musik trifft Demenz eine der für mich schönsten Erfahrungen: wir begegnen uns als gleichwertige Menschen, von Herz zu Herz, von Seele zu Seele.

Die kognitiven Unterschiede der Teilnehmer spielen bei meiner Vorgehensweise keine Rolle, d.h., sie sind für mich nicht wirklich von Belang. Und ich glaube, dass so eine menschliche und tiefe Begegnung möglich werden kann...wie eine Gnadengeschenk lassen sich solche Momente nicht einfordern, sondern wenn sie passieren, sind sie ein schöner Gruß des Himmels..

Und - Musik macht Freude - und Freude brauchen wir alle!

Annette Kohler, im Januar 2017

Eine Anmeldung ist bei der Musikschule Taunus unter 06173 - 66 11 0 (wochentags von 10:00 – 14:00 Uhr) möglich. Weitere Informationen gibt bei:

Dr. Waltraud Kraft

Leitung des Senioren- und Demenzbereichs

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Wer: Menschen mit und ohne Demenz starten gemeinsam ihre erste Nordic Walking Runde
Wann: am 4. April 2019 um 15 Uhr, Dauer: ca 60 Minuten
Wo: Gemeindezentrum Ev. Andreasgemeinde, Langer Weg 2, Eschborn
Wie: In bequemer Kleidung und wer Walking-Stöcke hat, bringt sie bitte mit. Wer keine besitzt, kommt einfach ohne.  Eine kurze Einführung gibt es vor Ort, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Warum: wir genießen die Natur und die Bewegung an frischer Luft und vor allem unsere Gemeinschaft!

Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung:
Insa Voigt (Fon: 06196 / 950 22 00, ) und Waltraud Essig (Fon: 06173 / 66531, )

Durchgeführt werden die einzelnen Angebote von qualifizierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unter der fachlichen Leitung von Waltraud Kraft. Die Betreuungsgruppe, die Einzelbetreuung und die Projekte sind kostenpflichtige Angebote, die jedoch über niedrigschwellige Betreuungsleistungen mit den Pflegekassen verrechnet werden können. Die Teilnahme an den Gesprächskreisen und die Demenzberatung sind kostenfrei.
Informationen zu aktuellen Projekten finden Sie in der örtlichen Presse, dem Gemeindebrief "Andreas" und im Terminkalender auf der Homepage.