Angebote für Senioren

In der Andreasgemeinde gibt es eine Vielzahl an Angeboten für Senioren. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt dabei in der Begleitung von demenziell erkrankten Menschen und ihrer Angehöriger. Darüber bietet die Andreasgemeinde Besuchsdienste und eine Nachbarschaftshilfen an. Mehrere Gruppen für Seniorinnen und Senioren bieten ungezwungene Gemeinschaft und gesellschaftliche Teilhabe.

Unter den folgenden Punkten erhalten Sie mehr Informationen zu diesen regelmäßigen Angeboten und unseren Projekten:

Theater trifft Demenz - Eine Theatergruppe für Menschen mit und ohne Demenz

 

Theaterspiel mit demenzkranken Menschen? Papperlapapp! Die können sich doch nicht einmal daran erinnern, was sie vor drei Minuten gesagt haben! Mag sein. Wir machen uns das Vergessen für die theaterpädagogische Arbeit mit demenzkranken Menschen zu Nutze. Durch das Vergessen gesellschaftlicher Konventionen und Erwartungen erschließt sich für Menschen mit einer Demenz ein kreatives Potential ungeahnten Ausmaßes. Spiel, Spaß, Spontanität, und die Erfahrung, wieder Bedeutung für andere zu haben, das sind die Ingredienzien, aus denen unsere neue Theatergruppe besteht. Kommen Sie mit Ihrem demenzerkrankten Partner/Ihrer Partnerin/Vater/Mutter dazu, und erleben Sie neue Momente der Zweisamkeit und Kreativität.

Bereits seit vielen Jahren erleben Timo Becker, Theaterpädagoge, und Waltraud Kraft, Gerontologin, die heilsame Wirkung des kreativen Ausdrucks. Diese Erfahrung möchten sie  in der Gruppe Theater trifft Demenz an jedem Mittwochnachmittag von 15.00 bis 17.00 Uhr an alle theaterbegeisterten Menschen mit und ohne Demenz weitergeben.kraft(at)andreasgemeindePUNKTde

Die wöchentlichen Treffen finden in der Ev. Andreasgemeinde, Langer Weg 2, Eschborn, statt. Anmeldungen unter bei Waltraud Kraft, 06173-998761 oder kraft@andreasgemeinde.de

Musik trifft Demenz

Musik tut gut. Sie berührt uns, schafft Verbindungen und macht das Leben lebendig! Aus diesem Grund bieten die Andreasgemeinde und die Musikschule Taunus jede Woche die Möglichkeit, Musik zu erleben. Dienstags von 14:30h bis 16:00h wird gemeinsam gesungen, musiziert oder einfach nur Musik gehört.

Der Kurs wird von der Sängerin und Gesangslehrerin Annette Kohler geleitet. Die ersten neun Monate fasst sie wie folgt zusammen:

Musik trifft Demenz bedeutet: Sich von Musik inspirieren, geistig-seelisch berühren und (soweit möglich) auch körperlich bewegen lassen.

Musik schafft unmittelbar einen Erfahrungsraum voller Assoziationen, Erinnerungen, Gefühle. Egal, ob wir z.B. einen Satz aus einer Mozart-Sinfonie hören oder ein schlichtes Volkslied singen, ob wir zu einem Schlager schmettern oder zum Radetzky-Marsch klatschen.

Musik verwandelt uns: Wir gehen aus der Gruppe anders hinaus als wir gestartet sind. Die Erfahrungen zeigen, dass wir uns meistens „besser“ fühlen: von lebendiger, belebter, angeregter, froher bis hin zu besänftigter, ruhiger, gesammelter, zuversichtlicher.

Musik schafft Begegnung: Die Gruppe ist so lebendig und anregend wie ihre Teilnehmer. Als Leiterin schaffe ich einen abwechslungsreichen Rahmen mit Wiedererkennungswert (!), daneben bringen die Teilnehmer ihre Persönlichkeit, Wünsche und Bedürfnisse ein, die ich gerne in den Ablauf miteinbeziehe. Dazu müssen wir uns kennenlernen und dann kann viel wachsen. Ein Beispiel: Herr B. war mit seiner Frau in der Oper „Xerxes“ von Händel, hörte das bekannte „Largo“. Es stellte sich heraus, dass nicht nur er, sondern auch andere Teilnehmer Assoziationen und Begebenheiten mit diesem Stück verbinden. Was liegt also näher, als dieses wunderbare Stück zusammen zu hören und zu singen, vielleicht zum 1. Mal im Leben auf italienisch zu singen, und wenn das nicht geht, dabei vielleicht sogar eine andere (Phantasie-)Sprache entsteht - umso besser...!

Musik macht aus Menschen Brüder und Schwestern: Das wusste nicht nur Beethoven, sondern ist bei Musik trifft Demenz eine der für mich schönsten Erfahrungen: wir begegnen uns als gleichwertige Menschen, von Herz zu Herz, von Seele zu Seele.

Die kognitiven Unterschiede der Teilnehmer spielen bei meiner Vorgehensweise keine Rolle, d.h., sie sind für mich nicht wirklich von Belang. Und ich glaube, dass so eine menschliche und tiefe Begegnung möglich werden kann...wie eine Gnadengeschenk lassen sich solche Momente nicht einfordern, sondern wenn sie passieren, sind sie ein schöner Gruß des Himmels..

Und - Musik macht Freude - und Freude brauchen wir alle!

Annette Kohler, im Januar 2017

Weitere Informationen gibt es in diesem Flyer oder bei Waltraud Kraft (Leitung des Seniorenbereichs der Andreasgemeinde) unter kraft(at)andreasgemeindePUNKTde oder 06173-99 87 61. Eine Anmeldung ist bei der Musikschule Taunus unter 06173 - 66 11 0 (wochentags von 10:00 – 14:00 Uhr) möglich.

Wir tanzen wieder!

Tanzen ist die Kunst, wo die Beine denken, sie seien der Kopf
Stanislav Jerzy Lec

 

Diese Kunst wollen wir mit dem Projekt Wir tanzen wieder für Seniorinnen und Senioren - mit und ohne Demenzerkrankung - erlebbar machen. Menschen mit Demenz zum Tanzen zu bringen, ist nichts Neues. In der Regel finden Tanzveranstaltungen für demenzkranke Menschen aber in Seniorenzentren oder Räumen der Kirchengemeinden statt. „Wir tanzen wieder!“ hingegen bringt Menschen dorthin zurück, wo das Tanzen für viele Seniorinnen und Senioren hingehört: In die Tanzschule. Spaß, Freude, Geselligkeit und Lebensfreude stehen im Zentrum der Veranstaltungen.

Initiator, Ideengeber und Leiter der Initiative ist Stefan Kleinstück.
Zusammen mit seinem Partner, Hans-Georg Stallnig (Tanzschule in
Köln), wurde das Konzept „Wir tanzen wieder!“ erstmals im Jahr 2007
umgesetzt. Seit 2015 setzt die Andreasgemeinde das Konzept „Wir tanzen wieder!“ erstmalig in Hessen um. Die Veranstaltungen finden einmal monatlich in der Tanzschule Tanz.Punkt Axel Hurow, Kölner Straße 10, Eschborn, von 15.00 bis 16.30 Uhr die Tanznachmittage unter professioneller Leitung (Tanzlehrer und Demenzbegleiterinnen) statt. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.wir-tanzen-wieder.de, Termine immer in unserem Terminkalender.

Weitere Informationen zum Download:

Wir tanzen wieder! ist eine eingetragene Wort-Bild-Marke der Alexianer Köln. Die Veranstaltung wird unterstützt von der Stadt Eschborn.

Einige Eindrücke zeigen diese Bilder von Jörg Steinmetz:

"AtemPause" – Betreuungsangebote zur Demenz

Die Arbeit mit und für demenzerkrankte Menschen und deren Angehörigen ist ein Schwerpunkt der Seniorenarbeit der Andreasgemeinde. Hierzu gibt es die folgenden, vielfältigen Betreuungs- und Informationsangebote:

Betreuungsgruppe für Demenzerkrankte

Die Teilnehmer an der Gruppe treffen sich an jedem Montag von 14.30 bis 17.00 Uhr in der Andreasgemeinde. Mit der Einrichtung dieser Gruppe werden zwei Ziele verfolgt: Bei den Demenzerkrankten sollen die vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben angeregt werden. Für die pflegenden Angehörigen ist dies eine Zeit der Atempause.

Einzelbetreuung von Demenzerkrankten zu Hause

Dieses Angebot der individuellen Einzelbetreuung kann nach Bedarf angefragt werden. Es richtet sich an pflegende Angehörige, die Entlastung und Zeit für eigene Aktivitäten benötigen. Die Erkrankten erfahren durch die Einsätze der ehrenamtlichen BetreuerInnen wertschätzende Nähe und gezielte Förderung ihrer Potentiale.

Gesprächskreise für pflegende Angehörige

In den Gesprächskreisen treffen sich Menschen, die ihre an Demenz erkrankten Partner oder Eltern zu Hause begleiten und pflegen. Häufig sind sie einem enormen Druck und Mehrfachbelastungen ausgesetzt. Die Zusammenkünfte in den Gesprächskreisen bieten den Teilnehmern die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches mit Menschen, die sich in einer ähnlichen Lage befinden.

Aktuell bietet die Andreasgemeinde zwei Kreise an: Einen Gesprächskreis für pflegende Partner und einen Gesprächskreis für Kinder pflegebedürftiger Eltern. Beide Gruppen treffen sich an jedem ersten Mittwoch im Monat im alten Pfarrhaus. Die erste Gruppe von 10.00 bis 11.30 Uhr und die zweite Gruppe von 18.30 bis 20.00 Uhr.

Kontakt: Dr. Cornelia Köstlin-Göbel (06173-605969) oder koestlin.goebel(at)googlemailPUNKTcom

Demenzsprechstunde

Einmal wöchentlich bietet Waltraud Kraft eine offene Sprechstunde zum Thema Demenz an. Sie findet jeden Montag von 11:00 bis 12:00 Uhr oder nach Vereinbarung im Büro im 7. Himmel statt. Um eine Voranmeldung wird gebeten.

Kontakt: Waltraud Kraft, Telefon 06173-998761 oder E-Mail kraft(at)andreasgemeindePUNKTde

Projekte und offene Angebote

Wir führen regelmäßig Projekte mit Partnern durch, die zur Verbesserung der Lebensqualität von demenzkranken Menschen und deren Angehörigen beitragen sollen. Ein Beispiel dafür sind die theaterpädagogische Arbeit mit demenzkranken Menschen und die Zusammenführung von Erkrankten und Schülern der Heinrich-von-Kleist-Schule in Eschborn. Hierzu gehört u.a. das Theaterprojekt "Luise will nach Hause" zusammen mit andYdrama im Zeitraum 2013/2014, bei dem Theatergruppen zusammen mit unseren Betreuungsgruppen Theater spielten und unser aktuelles Projekt "Wir tanzen wieder!", bei dem Demenzkranke und Angehörige motiviert werden sollen, unter fachkundiger Anleitung in einer Tanzschule zu tanzen.

Informationen zu aktuellen Projekten finden Sie in der örtlichen Presse, dem Gemeindebrief Andreas und im Terminkalender auf der Homepage.

Weitere Informationen und Anmeldung

Durchgeführt werden die einzelnen Angebote von qualifizierten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unter der fachlichen Leitung von Waltraud Kraft. Die Betreuungsgruppe und die Einzelbetreuung sind kostenpflichtige Angebote, die jedoch über niedrigschwellige Betreuungsleistungen mit den Pflegekassen verrechnet werden können. Die Teilnahme an den Gesprächskreisen ist kostenfrei.

Interessenten am Betreuungsangebot AtemPause können sich gerne an Waltraud Kraft wenden: Telefon 06173-998761 oder E-Mail kraft(at)andreasgemeindePUNKTde

Begleitung

Engel auf Rädern

Zeit für Gespräche, Seelsorge und Zuwendung, das bietet der Engel auf Rädern alleinstehenden und pflegebedürftigen Menschen. Dieses Besuchsdienstprojekt wird vom Förderverein Schwalbach/Niederhöchstadt finanziert und von der Ev. Andreasgemeinde geleitet. Weitere Informationen zum Förderverein gibt es unter http://www.foerderverein-diakoniestation.de/

Kontakt: Ulrike Bohni (06173-998760) oder bohni@andreasgemeinde.de

Ökumenischer Besuchsdienst

Viele ältere Menschen sind einsam. Sie leben allein, sind krank oder pflegebedürftig. Deshalb sind sie oft nicht mehr in der Lage, die vielfältigen Angebote der beiden Kirchengemeinden oder der Kommune wahrzunehmen. Es ist uns ein Anliegen, auf diese Menschen zuzugehen, und sie durch Besuche unserer ehrenamtlichen Seniorenbegleiter aus ihrer Isolation und Vereinsamung herauszuholen. Im Rahmen dieser persönlichen Kontakte besteht die Möglichkeit zu Gesprächen, gemeinsamen Spielen, Spazierengehen, Vorlesen oder die Begleitung zu kleineren Erledigungen.

Kontakt: Waltraud Kraft (06173-998761)

Nachbarschaftshilfe „Hand in Hand“

Die Nachbarschaftshilfe ist ein Projekt der Andreasgemeinde mit der Zielsetzung, konkrete Hilfen in der Haushaltsführung und in der Angehörigenbetreuung anzubieten. Durch diese Unterstützung soll zum einen älteren Menschen so lange wie möglich eine selbständige Lebensführung ermöglicht werden. Zum anderen führt der Einsatz unserer Mitarbeiter zu einer spürbaren Entlastung der pflegenden Angehörigen.

Die Dienstleistungen der Nachbarschaftshilfe „Hand in Hand“ sind kostenpflichtig. Die Kosten können in den meisten Fällen als niedrigschwellige Betreuungsangebote nach § 45b des SGB XI mit den Pflegekassen verrechnet werden.

Kontakt: Waltraud Kraft (06173-998761)

Gruppenangebote

Ökumenischer Mittagstisch für Senioren

Essen in der Gemeinschaft macht bekanntlich mehr Spaß, als sich allein an den Tisch zu setzen. Unter dem Motto „Gemeinsam statt Alleinsein“ bieten die beiden Niederhöchstädter Kirchengemeinden jeden Donnerstag um 12.00 Uhr ein Mittagessen in der Andreasgemeinde an. Zum Selbstkostenpreis von 4,50 Euro erhalten unsere Gäste ein aus frischen Zutaten zubereitetes Hauptgericht, ein Dessert, Mineralwasser und zum Abschluss einen Kaffee.

Kontakt: Gisela Sigle und Brigitte Dechent (Gemeindebüro 06173-63534)

Der Regenbogen

Diese Gruppe von aktiven Senioren der Andreasgemeinde trifft sich an jedem ersten und dritten Montag eines Monats von 9.00 bis 10.30 Uhr zum Frühstück. Miteinander Zeit verbringen, füreinander da sein und Freude bereiten sind die Anliegen der sehr regen Teilnehmer des Regenbogens.

Kontakt: Anneliese und Walter Konrad (06173-67551)

Seniorenclub

Der Seniorenclub trifft sich jeden Donnerstag von 13.30 bis 15.30 Uhr in der Andreasgemeinde. Neben Kaffee und Kuchen wird ein abwechslungsreiches Unterhaltungs- und Informationsprogramm mit interessanten Gesprächen, beliebten Spielen, gemeinsamen Basteln oder Vorträgen zu aktuellen Themen angeboten.

Kontakt:  Ulrike Bohni (06173-998760) oder bohni(at)andreasgemeindePUNKTde

Ansprechpartnerin und Leitung:

Waltraud Kraft
Ansprechpartnerin und Leitung für den Seniorenbereich
Telefon: 06173-998761
Mail: Waltraud Kraft