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Veranstaltungen

Eine Geschichte der Großzügigkeit

Wussten Sie, dass die erste Spendenaktion in der Geschichte der Christenheit schon in der Bibel dokumentiert ist? Paulus sammelte bei der Gemeinde in Korinth für die Gemeinde in Jerusalem – nachzulesen in 1. Korinther 16, 1-3

Die Finanzierung kirchlicher Arbeit war stets geprägt von freiwilligen Gaben: Vom Scherflein der Witwe bis zur Stiftung ganzer Kirchen. Nach der Reformation entwickelte sich eine gute evangelische Tradition des Gebens, Schenkens und Stiftens: Es geht nicht darum, sich einen Platz im Himmel zu erkaufen, sondern darum, die Welt, in der wir hier und jetzt leben, zu gestalten!

Und nun fragen Sie: „Warum soll ich noch etwas spenden, wenn ich doch schon Kirchensteuer zahle?“ Eine berechtigte Frage – schließlich gehören Sie, wenn Sie diese Frage stellen, nicht zu den Menschen, die aus der Kirche austreten, weil sie Geld sparen wollen.

Sie wissen, dass all die „selbstverständlichen“ kirchlichen Leistungen Geld kosten – man besucht den Gottesdienst, lässt sein Kind taufen, heiratet kirchlich oder ein Angehöriger wird bestattet. Daneben ist die Kirche Träger vieler sozialer Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäuser und Altersheime.

Die Kirchensteuer wird über die Landeskirchen den einzelnen Kirchengemeinden zugewiesen. Leider richtet sich die Zuteilung nicht nach der Fülle der Angebote einer Kirchengemeinde, der Zahl der Gottesdienstbesucher oder der Menge der ehrenamtlichen Mitarbeiter, sondern nach der Anzahl der Kirchenmitglieder im Einzugsgebiet der Kirchengemeinde „auf dem Papier“. Daher muss alles, was über das „übliche Maß“ hinausgeht, von der Gemeinde selbst finanziert werden.

Wenn wir zusätzlich zur Kirchensteuer um Geld bitten, dann überlegen Sie, ob Sie den folgenden Satz so oder so ähnlich bejahen können:

„Ich bin begeistert und dankbar, dass diese Gemeinde eine/n so tolle/n Kindergottesdienst / Go Special / Jugendkreis / Seniorenarbeit / Theaterarbeit / etc. macht. Ich möchte mit dazu beitragen, dass diese Arbeit weiter getan werden kann."

Vielleicht auch:

„Ich bin dankbar für das, was ich bekommen habe. Ich möchte etwas zurückgeben“

Wenn Sie dem von ganzem Herzen zustimmen können, dann freuen wir uns über Ihre Spende!

Und dann gibt es noch einen guten Grund zum Geben: Wir klinken uns damit ein, in den „Kreislauf der Großzügigkeit“ Gottes, als Ursprung aller Gaben. Dazu ein Auszug aus einer Rede des Alt-Kirchenpräsidenten Prof. Dr. Dr. Peter Steinacker anlässlich des Fundraising-Forums Hessen Nassau 2008:

"Gott gibt. Er gibt die Welt und das Leben. Wir haben nicht das Leben aus uns selbst heraus, sondern verdanken es der Gnade Gottes. (…) Diese gute Schöpfung, die immer schon da ist und die uns gegeben ist, bedeutet eine unglaubliche und unermessliche Fülle, die wir bestaunen und annehmen können. In den biblischen Schriften wird Gott deshalb gelobt als der Ursprung aller Gaben; und er tritt in Erscheinung als der, der die Essentialien guten menschlichen Lebens und ausreichender Versorgung gibt und gewährleistet. Dieser zuvorkommenden Anerkennung, wie sie sich in Gnade, Liebe und Erbarmen erweist, kann das Handeln der Menschen angemessen nur mit einer Ethik der Großzügigkeit entsprechen.“

Die Andreasgemeinde will in allem, was sie tut, Träger der großzügigen Liebe Gottes sein. Wir freuen uns, wenn die Empfänger unserer Gaben den Kreislauf fortsetzen und wiederum mit ihrer Gabe helfen, dass wir unsere Arbeit fortsetzen und verbessern können.

Nähere Informationen zu den einzelnen Finanzorganen:

Gemeindeaufbauverein (GAV)

Andreasstiftung

Freunde & Förderer gGmbH